Wie könnte der Schutz wiederhergestellt werden?

Die Schaffung von Schutzplätzen im Bereich atomarer Bedrohung ist vielfältig

und reicht von einfachen Maßnahmen bis hin zu Neubauten. Ohne Einbeziehung

biologischer oder chemischer Kampfmittel müssen Luftschutzanlagen gegen die

auftretenden Strahlungen sicher gemacht werden. Weiterhin ist die

Nutzungsdauer ein Faktor, der berücksichtigt werden muss.

Kurzzeitige Nutzung bis nach dem Fallout (Kleine Technik)

Längere Nutzung (Große Technik)

Eine LS-Anlage mit kurzzeitiger Nutzung nannte man im „Kalten Krieg“

Grundschutz.

Solche Bauten sind, solange sie nicht durch Fenster oder Türdurchbrüche umge-

baut wurden, relativ einfach wieder reaktivierbar.

Anlagen, in denen man längere Zeit verweilen muss, sind aufwendiger zu ertüch-

tigen, da oftmals die Technik, wenn noch vorhanden, weder gewartet, noch auf

dem neusten Stand gehalten wurde.

Anforderungen von Schutzanlagen bei atomarer Einwirkung

Der Schutz vor einem EMP wird mittels ca. 2m dicken Stahlbetonwänden und

Decken erreicht. Hier kommen allerdings nur Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg

(2. Welle) in Frage.

Der Schutz vor einem EMP durch die Nutzung unterirdische Bauwerke ist der

ideale Fall.

Die unabhängige Stromversorgung sollte durch einen Stromerzeuger (Diesel)

hergestellt werden. Idealerweise stehen zwei Stromaggregate zur Verfügung

wegen der Ausfallsicherheit. Der Dieselvorrat begrenzt die Nutzungsdauer der

Schutzanlage. Alternativ ist der Einsatz von Hochleistungsbatterien möglich.

Die Beleuchtung sollte mit modernen LED-Lampen erfolgen

Die Luftversorgung sollte durch a) Frischluft b) gefilterte Luft möglich sein

Die Filterung von Luft wird über Sandfilter erreicht.

Die Luftversorgung sollte durch elektrische Lüfter erfolgen, die im Notfall

auch noch manuell bedient werden können.

In der Schutzanlage muss mit gefilterter Luft ein Überdruck erzeugt werden

können, der durch Überdruckventile geregelt wird.

Es müssen Schleusen mit Gasschutztüren in den Zugängen vorhanden sein.

Falls diese nicht vorhanden sind, können luftdicht schließende Feuerschutztüren

zum Einsatz kommen.

Die Wasserversorgung sollte durch Brunnen gesichert sein, wobei sich diese

innerhalb des Schutzraumes befinden müssen. Alternativ muß eine Bevorratung

durch Wassertanks oder Säcke vorhanden sein. Wassersäcke oder Tanks begren-

zen wiederum die Nutzungsdauer der Schutzanlage.

Sitz- und Liegegelegenheiten müssen in ausreichender Menge vorhanden sein

Ein Arzt- und Entbindungsraum sollte eingerichtet vorhanden sein.

Eine ausreichende Medikamentenversorgung sollte möglich sein.

Die Sanitäranlagen liegen im Idealfall nicht im Bereich von Zugängen.

Eine Entwässerung der Schutzanlage erfolgt im bestmöglichen Fall über eine