Der Schutzbedarf außerhalb des Zerstörungsbereiches
Wenn eine Atombombe gezündet wird, enstehen neben Hitze und Druckwelle unter-
schiedliche Strahlungen:
Alpha-Strahlen sind eine Teilchenstrahlung von hoher Geschwindigkeit aus dem
zerfallenden Kern Alphateilchen haben in Gasen eine Reichweite von wenigen
Zentimetern. für Alpha-Teilchen ist bereits Papier undurchlässig. Sie dringen in
Zellkerne ein und sind dort strukturstörend.
Beta-Strahlen bestehen aus schnellen Elektronen, die ebenfalls aus dem
Atomkern stammen. Beta-Teilchen haben eine größere Reichweite als
Alphateilchen. Sie können durch dünne Metallplatten, abgehalten werden.
Gamma-Strahlen
Es handelt sich hier nicht um Teilchen, sondern um elektromagnetische Wellen
mit höherer Energie die sogar teilweise Beton, Blei und Stahl zu durchdringen. Sie
können gleichzeitig mit Alpha- und Beta-Strahlen entstehen.
Neutronen-Strahlung
Neutronen werden bei Atombombenexplosionen ausgesandt. Neutronen haben
für viele Materialien ein starkes Durchdringungsvermögen (Neutronenbombe).
Teilchenstrahlung gibt Energie bereits auf kurzen Wegstrecken komplett in tieri-
schen und menschlichen Körpern innerhalb von einem Millimeter ab.
Wellenstrahlung wird erst durch weite Entfernungen abgeschwächt.
Diese Strahlungsarten sind für menschlichen und tierische Körper extrem schädlich
und können Krankheiten wie Krebs und Leukämie und auch letztendlich zum Tod
führen.
Dosisleistung
Früher wurde die Strahlung in Rem (rem) gemessen. Die Einheit radiologisch be-
werteter Dosisgrößen ist Sv (Sievert), 1 Sv entspricht 100 rem.
Personen, die eine Gesamtdosis von 25 Röntgen empfangen haben, dürfen für
längere
Zeit keiner weiteren Strahlenbelastung ausgesetzt werden.
Strahlenbelastungswerte:
Für volljährige Personen (mit Ausnahme von schwangeren Frauen), die beruflich
strahlenexponiert sind, gelten folgende Grenzwerte (effektive Dosis):
20 mSv pro Jahr
50 mSv in einem Jahr
In außergewöhnlichen Fällen sind auch Überschreitungen möglich. Nach der
deutschen Strahlenschutzverordnung werden die beruflich strahlenexponierten
Personen in zwei Kategorien eingeteilt:
Mit einer maximalen Jahresdosis von über 6 mSv erreichen, bei jährlichen
Untersuchungen.
Bei beruflich strahlenexponierte Personen, die nicht mehr als 6 mSv innerhalb
von 12 Monaten erhalten.