Henrichshütte

Die bisherigen Archiv-Recherchen und Sichtungen vor Ort lassen den Schluß zu, daß es insgesamt auf dem Gelände der Henrichshütte folgende Luftschutzanlagen gab und bis zum Kriegsende  1945 ständig  weiter ausgebaut werden wurden:

2 Hochbunker 1 Luftschutzturm (Dietel-Turm) 23 Deckungsgräben (ev. auch ein paar davon im Stadtgebiet für Belegschaftsangehörige) 30 Splittergräben (derzeitige Vermutung, daß Versuchsanlagen für Stahllamellenprofile mit enthalten sein könnten 1 Tiefbunker 6 Stollenanlagen, 3 alte aufgewältigte Bergwerke mit je 2 - 3 zusätzlich geschaffenen Eingangsbauwerken, 58 Luftschutzkeller und  bombensichere Versorgungskanäle mit bis zu 10,50 m Überdeckung. Letztere konnten mehrfach nachgewiesen werden.

Nach den ersten gezielten Untersuchungen stellte sich vor Ort heraus, daß die bauliche Situation mit dem BV vergleichbar ist. Mit den ersten Begehungen zeigte sich schnell, daß die Anzahl der tatsächlich eingebauten Keller - LSR doch höher liegt. Die derzeit aufgefundene höchste LSR - Nr. ist 58.

Die Räume unter den Erztaschen wurden als bombensichere Luftschutzräume eingestuft, was nur bedingt stimmt. Die ausgebauten  Räume unter den Erzbunkern wurden genutzt für Personenluftschutz, Schutzräume für Akten und wichtige Zeichnungen. Eine Ausweichbefehlsstelle war unter den Erztaschen ebenfalls eingebaut (heute noch erkennbar).

Da einige der wichtigen Stollen und Versorgungskanäle Geländeübergreifend sind, mußten  zunächst die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke ermittelt werden. Weitgehend konnten Erkenntnisse aus den zur Verfügung stehenden Unterlagen gewonnen werden. In den meisten Bereichen konnten wir Ballungszahlen bzw. die durchschnittlichen Entfernungen zu den Luftschutz - Eingangsbauwerken ermitteln. Deshalb sind wir nun  auch in der Lage, die bisher noch unbekannten LS-Anlagen zu lokalisieren und Bestandsaufnahmen und Vermessungen vor Ort zu tätigen. Die Henrichshütte wird damit ebenso ausführlich dokumentiert wie der Bochumer Verein

Der ehemalige Bunker Nr. 1 wurde nach dem Krieg komplett entkernt und aufgestockt. Innerhalb der restlichen 2,15 m starken Stahl- Betonwände war die Vergütung  untergebracht.  Der Bunker wurde im Rahmen der Geländesanierung abgerissen.

Zur weiteren Dokumentation suchen wir dringend Fotos, Pläne oder Bauunterlagen aus und von der Henrichshütte. 

Vor Ort konnte überraschender Weise ein Deckungsgraben aus Stahllamellen, Vertrieb ab 1942, gesichtet werden.

Eine Splitterschutzzelle (mundartlich Einmannbunker) befindet sich seit 2007 vor dem Stollenmundloch des Luftschutzstollens. Diese Schutzzelle ist eine Bereicherung für das Industriemuseum Henrichshütte Hattingen. Besucher können nunmehr direkt und greifbar bombensicheren mit nicht bombensicherem Luftschutz vergleichen und erhalten im Rahmen von Führungen  einen besseren Einblick in das umfangreiche Thema Luftschutz 

Weiterführende Links

Die Geschichte der Henrichshütte

Henschel

 

Fotos: © Maehler Wilfried

 

Die größeren Luftschutzanlagen der Henrichshütte

Die Kernbereiche bestanden aus den Hochbunkern Nummer  I ,   II  und III , sowie einem Tiefbunker

Sonstige Luftschutzanlagen:

Hochöfen

Erztaschen

Stahlgießerei 

Vergütung - HochbunkerNr. 1   - LSR Nr. 58   - LSR Nr. 54

Walzwerk

Lehrwerkstatt

Wasserwerke

Mechanische Werkstätten

 “Weißes Haus”

“Münchner Halle”

Walzwerkbüro

Verwaltung

Verladung 

Dampfkraftwerk

Der “Beschußstollen”

Schaugießerei

Möllergraben

 

Die Stollenbetriebsgemeinschaft

 

 

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Henrichshütte

 

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