Dortmund, eine Stadt in der im Krieg 23 Hochbunker gebaut wurden, von denen 11 Hochbunker teils umgebaut wurden und einige Original erhalten blieben. Der einzige, inzwischen abgerissene Winkelturm Dortmunds befand sich vor der Hauptverwaltung von Hoesch, einem besonders kriegswichtigen Werk.  Ein Hoesch - Produkt, das nicht nur im Luftschutz von sich reden machte sondern immer noch fast überall Verwendung findet, waren   Stahl - Spundwände die vornehmlich im Tiefbau eingesetzt werden. Es war daher naheliegend daß diese Spundwände auch zum Bau von Luftschutzräumen eingesetzt wurden.

Aus dem II. Weltkriegs - Luftschutzbunker Zwickauer Straße wurde Anfang der 60er Jahre im Rahmen eines Pilotprojektes ein Atombunker. Von insgesamt rund 50 Tiefbunkern könnten einige heutzutage spannende Geschichten erzählen. Der  noch existierende Tiefbunker Westfalenhalle ist ein solches besonderes Bauwerk, denn er wurde als so genannter Hotelbunker hergerichtet.
 
Neben dem 1. Atombunker Deutschlands gab es in Dortmund eine weitere, in Fachkreisen bekannte Luftschutzanlage. Der größte zivile Luftschutzstollen Deutschlands, mit 4,7 Km Länge

Im Stadtgebiet wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand mehr als 100 Deckungs- und Splittergräben gebaut.  Einige unbekannte Anlagen kamen erst in der Nachkriegszeit im Zuge von Neubebauung zum Vorschein. In der Zwischenzeit sind fast alle beseitigt, überbaut oder übererdet.

Wie überall im Ruhrgebiet wurden auch in Dortmund wilde, nicht genehmigte Stollen für Luftschutzzwecke aufgefahren. Nach dem Krieg schüttete man die meisten Eingänge schnell zu, so daß die Anlagen in Vergessenheit gerieten. Noch heute  kommen solche Anlagen meist durch Bauarbeiten wieder ans Tageslicht 

Die erste größere Bestandsaufnahme erfolgte 1946 von der Militärregierung. Dabei wurden rund 600 Luftschutzbauten erfaßt. Ohne Berücksichtigung der Selbsthilfemaßnahmen (Luftschutzkeller) liegt die Anzahl tatsächlich gebauter Luftschutzanlagen wesentlich höher.  Neben den zivilen Luftschutzbauwerken und den Werksluftschutzanlagen gab es in Dortmund aber auch eine geheime unterirdische Fabrikationsanlagen mit den Decknamen  “Rost IV”.
Bei Projekt Rost handelte es sich Sammel-Destillieranlagen (Reserve-Destillation durch behelfsmäßigen Umbau von Dampfkesselanlagen in stillgelegten Fabriken, Vorhaben Rost)
Rost IV befand sich in einer Dortmunder Zeche; Produktionseinsatz: 8.000 Monatstonnen. 
 

Die baulichen Maßnahmen des aktiven Luftschutzes, sogenannte Flakstellungen, werden ebenfalls nach Möglichkeit dokumentiert
 

Die Dokumentation des gesamten Luftschutzortes Dortmund mit den dazugehörenden Städten Lünen, Waltrop usw. wird, vergleichbar mit dem LS - Ort Bochum,  viele Jahre in Anspruch nehmen.

Die Recherche nach luftschutztechnischen historischen und baulichen Gegebenheiten im Luftschutzort  Dortmund ist derzeit nicht vorgesehen.

 

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