Die Luftversorgung in Schutzräumen erfolgt auf zwei Arten

 

Im Schutzraum muß ein Überdruck erzeugt werden, um zu verhindern, daß durch die bestehenden Öffnungen oder Undichtigkeiten Gas eintreten kann. Durch den Überdruck strömt die Luft nur nach außen. Die Regulierung des Überdrucks erfolgt durch Überdruckventile

Funktionsweise der Schleuse                                                                  Im Schutzraum wird mit der Lüftung und über Filteranlage ein Überdruck zwischen 5 mm und 15 mm Wassersäule erzeugt bei geschlossenen Türen (nennt sich Kampfstoffbelüftung). Dieser Überdruck wird permanent erzeugt und über die Überdruckventile reguliert (gehalten) und in die Schleuse abgeleitet. Auch in der Schleuse befindet sich ein Überdruckventil. Dieses leitet die Luft letztendlich erst nach außen ab. Im Falle eines Gasalarms müssen alle Schleusentüren verschlossen bleiben. Dadurch entsteht ein Luftdurchsatz in folgender Reihenfolge - Ansaugung von außen (Lüfter), Bypass, Vorfilter, Aktivkohlefilter, Luftverteilung im Schutzraum (Überdruck), Luftauslaß 1. Überdruckventil, Schleuse, 2. Überdruckventil. Somit wird die Schleuse ständig mit einem Luftstrom durchflutet und eventuell durch Nachzügler in die Schleuse verbrachte Kontaminierungen werden wieder herausgeblasen (beide Schleusentüren müssen verschlossen sein). Der ständige große Luftdurchsatz durch die Schleuse gewährleistet, daß alle Schwebe-Partikel ausgetragen werden. Überdruckventile sind gleichzeitig Rückschlagventile. dadurch ist gewährleistet, daß im Falle eines Explosionsdruckes von außerhalb auch keine Gasbestandteile in den Schutzraum eindringen können. Um zu überprüfen, ob eine kontaminierte Person ohne vorherige entkontaminierende Maßnahmen den Schutzraum betreten wollte, befinden sich sogenannte Gucklöcher in den Schleusentüren

Heizung                                                                                                                         In den Hoch - und Tiefbunkern der ersten Welle wurden die Heizungen fast durchgängig noch eingebaut. Mit der Zunahme der Angriffe, einhergehend mit ständiger Überbelegung der Bunker, bestand das Problem nicht mehr darin, daß eine Heizung betrieben werden mußte, sondern das Gegenteil war der Fall. Deshalb wurde in vielen Bunkern der zweiten Welle oftmals die Heizung erst gar nicht mehr installiert.

 

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