Verdachtsflächen im Bereich der Luftschutz - und Untertageforschung , sind mutmaßliche Aus - und Einwirkungsbereiche, die wegen  unterirdischer Anlagen  vom SBB als solche auf der Basis von diversen Auswertungen klassifiziert werden.  Verdachtsflächen werden im Regelfall über Aktenlage und/ oder bei Veränderungen der Oberfläche festgestellt. Viele der alten LS- Stollen sind praktisch bauliche Altlasten, die zur Vermeidung von Schäden der Kontrolle, Untersuchung oder der Sicherung bedürfen.

Wichtig:  Verdachtsflächen sind nicht zwangsläufig Flächen, mit Gefahr im Verzug. Ob eine erhebliche Gefahr von diesen Flächen / Bereichen ausgeht,  ist nur mit weitergehenden Untersuchungen feststellbar.

Ist ein Anfangsverdacht bereits gegeben und treten geologische Veränderungen ein, oder treten bauliche Schäden auf in Form von Rissen, raten wir den Grundstückseigentümern an, der Sache auf den Grund zu gehen, bzw. einen Gutachter einzuschalten.

Sind Stollen noch befahrbar, heißt zugänglich, kann der SBB sowohl eine erste Voruntersuchung als auch im Bedarfsfall eine ausführliche Dokumentation tätigen.

Bei ausgiebigen und intensiven Recherchen, zum Thema unterirdischer Gegebenheiten, besteht immer die Möglichkeit, daß das Wissen um den Zustand nicht ausreicht, um eine Aussage über eine aktuelle Untergrundsituation  treffen zu können.

Lagepläne, Beschreibungen, Luftbildauswertungen und topographische Karten. und Risse usw. dienen lediglich der Feststellung wo sich etwas befindet.

Bauakten, Berichte, Abnahmeprotokolle und Materialnachweise aus der Bauzeit sind zwar hilfreich, dürfen aber  aus einer Vielzahl von Gründen, nur im Gesamtzusammenhang mit dem späteren Umgang und den Veränderungen betrachtet werden.

Befahrungsprotokolle nach dem Zweiten Weltkrieg sind lediglich Momentaufnahmen. Diese  Bewertungen aus der Zeit des Kalten Krieges sind Zustandssituationen, die keinen dauerhaften Bestand haben. Veränderungen sind immer möglich, sei es durch natürliche Einwirkungen, als auch durch künstlich herbeigeführte Zustandsveränderungen und Einwirkungen.

 

Wie eine Verdachtsfläche als solche erkannt  werden kann

Grundlage bilden verschiedene Auswertungen bei vorhandenen Bau-Akten und Akten über den späteren Umgang mit den relevanten LS-Anlagen.

Beispielsweise als komplett verfüllt bezeichnete Stollen,  wenn  Differenzen zwischen  Hohlraumkubatur und dem eingebrachten Verfüllmaterial bestehen. Mögliche Ursachen

Vergessene LS- Anlagen, deren Eingangsbauwerke abgerissen wurden und die Zugangsbauwerke mit allen möglichen Materialien bis hin zum Grünschnitt verstürzt wurden. Meist sind diese auf Privatgelände zu finden und auftretende Senken und Tagesbrüche (von den Eigentümern meist als seltsame Löcher angesehen), werden regelmäßig nachgefüllt.

Bereits in der Kriegszeit abgeworfene oder abgetrennte LS-Anlagen, um z.B. innerhalb einer Stollenanlage Werkluftschutzbereiche zu Bereichen des öffentlichen Luftschutz zu Trennen. Ebenso Zugangsmöglichkeiten zu altbergbaulichen Anlagen, die teilweise zu Luftschutzzwecken umgebaut und umgenutzt wurden.

In seltenen Fällen sind unterschiedliche Pläne (Stollenverläufe / Lagepläne) zu ein und derselben Anlage nicht Deckungsgleich. Dies kann  unterschiedliche Gründe haben. Der einfachste Grund ist der, daß die Planung nicht umgesetzt wurde und deswegen z.B. ein Bauausführungsplan andere Lagen und Verläufe zeigt. Weiterhin wurden im Rahmen des kalten Krieges ettliche LS-Stollen auf ihre Wiederverwendungsmöglichkeit überprüft und in diesem Zuge neu vermessen. Auch hier können wegen genauerer Vermessung Unterschiede zustande gekommen sein. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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