Wer kann helfen,  in diesem Bunker ein Museum  einzurichten. Wir benötigen Unterstützung aus Politik, Verwaltung oder von Institutionen. Dieses Projekt ist machbar und erfolgversprechend. Wir benötigen hierzu lediglich eine Starthilfe und  könnten damit sogar Arbeitsplätze schaffen

Der Tiefbunker in Linden soll  ein Luftschutzmuseum bzw. Museumsbunker werden und gleichzeitig Bestandteil des geplanten Luftschutzrundganges vom Hattinger Industriemuseum (Luftschutzstollen Henrichshütte) über den Tiefbunker bis zur Zeche Hannover

Dieser Tiefbunker ist auch ein

Mahnmal

gegen Krieg und Zerstörung

gegen Intoleranz und Diktatur

gegen Hass und Gewalt

Das Museum ist eine Möglichkeit, anhand von ausgestellter Technik und Dokumentationen, den Wahnsinn und die Ergebnisse eines Krieges zu erklären.

In fachkundigen Führungen soll dieses hier aufgezeigt werden.  Angefangen von der Luftschutzglühbirne über die Lüftungstechnik bis hin zu Bunkerkonstruktionen. Ebenso soll sich der Besucher selbst ein Bild darüber machen können in welchen Dimensionen in einer Zeit mit extremer Materialknappheit Bunker gebaut wurden.

Bunker bauen rein und gut ist nicht.

Da Bunker mitten in einer Stadt im Falle eines längeren Feuersturms lediglich  “große Backofen” mit dicken Mauern gewesen wären, werden auch die Themen Feuerlöschwesen und Löschwasserversorgung behandelt Letztendlich ist auch die Entwicklung der Stadt unter dem Einfluss und der Berücksichtigung der Luftschutzbauwerke ein Thema.

Diese Anlage war im Planungsstadium der ersten Welle für 195 Personen konstruiert worden. Die Außenwanddicke beträgt          1,80 m bei einer normalen Deckenstärke von 1,40m. Es gibt zwei Zugänge. Beide sind vom Marktplatz aus zugänglich.  Mit dem Grundaußenmaß von 21 X 36,64m und nicht geradlinig verlaufenden Außenwänden ergibt sich eine konstruktive Abweichung vom Regelbau. Auch die nicht umlaufenden Zugänge zeigen eine eigene architektonische  Bauweise. Daß die Zugangstreppen mittig auf die Außenwand zulaufen, beweist ebenfalls, daß es in Bochum einen konstruktiven Handlungsspielraum für die Architekten gab.

Mit dem Baubeginn am 25.11.1940 wurde in Linden der einzige öffentliche bombensichere Luftschutzbunker, von der Allg. Baugesellschaft Lenz erbaut. Es standen zwar zu dieser Zeit bereits über 20 bombensichere LS - Stollen in Linden zur Verfügung, aber die Tendenz der Menschen, Bunker als Luftschutzunterkunft aufzusuchen, zeigte sich auch hier. Ab dem offiziellen Bauende, bzw. der Endabnahme, am 23.5.41 war der Tiefbunker stets hoffnungslos überbelegt. Schon während der Bautätigkeit fanden Überarbeitungen der Belegungspläne statt. Letzter Stand der Sollbelegung war 357 Personen.

Wie viele Menschen hier bei Alarmen Schutz suchten, ist derzeit nicht konkret feststellbar. Einige Aussagen von Zeitzeugen weisen bei Fliegeralarmen auf totale Überfüllung hin. Weitere Zeitzeugen berichteten sogar von, wegen Platzmangel, stehend verbrachter Zeit, während  der Bombenangriffe.

Über die eigentliche Bautätigkeiten ist z. Z. ebenfalls noch nichts bekannt. Wegen der kurzen Bauzeit traten wahrscheinlich beim Bau keine größeren Probleme auf. Die Materialanlieferungen erfolgten mit der Bochum Gelsenkirchener Straßenbahn in zusätzlichen Anhängern.

 Dieser Tiefbunker ist der mit Abstand sehenswerteste in Bochum. Nicht nur der bauliche Erhaltungszustand, sondern auch die teilweise noch vorhandene Inneneinrichtung und Ausstattung wurde seit dem Kriegsende weitgehend im Originalzustand belassen. Zu sehen sind noch: Luft – Verteilungsrohre  mehrere Kurbellüfter 1,2 u. 2,4 Filter Waschbecken Abortanlagen  E –Lüfter  Heizungsregulierung  Betten stapelbar  Holzsitzbank erhalten   Kleiderschrank  Ersatzfilter   Wasserfilter Schlaglüfter (Rückschlagventile)  LS –Türen  Löschsandkasten Wandfarben gemustert  geformte Türrahmen  Luftfiltereinsätze Staubfilter  Aufnahmen für Trennvorhänge  Elektrische Installationen Überraschend ist vor allen Dingen der gute Erhaltungszustand der eingebauten Ausrüstung. Im Gegensatz zu anderen Anlagen verhältnismäßig wenig Rost, Original Wandanstriche und komplett erhaltene Luftleitungen zeugen davon, daß dieser Bunker auch nach dem Krieg nicht im üblichen Maß zweckentfremdet und ausgeräumt wurde. Bis auf das ehemals hölzerne Inventar und Wandfliesen in den Sanitäranlagen fanden auch keine größeren Zerstörungsaktionen darin statt. Eine der wenigen noch bestehenden Tischlerarbeiten, eine Holz - Eckbank, speziell für diesen Tiefbunker geschaffen, ist zwar Restaurierungsbedürftig, könnte aber noch konserviert werden. Ebenfalls die Türrahmen und zwei einzelne Türen.

Auch in diesem Tiefbunker funktioniert noch die Entwässerung. Lediglich eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit, mangels guter Lüftung und wegen Wassereinbrüchen durch Rohre in der Wand, ist derzeit feststellbar.

Durch das Verblendungsmauerwerk der Frontmauer aus Ruhrsandsteinen ist der Tiefbunker auf den ersten Blick nicht als solcher erkennbar. Der Betrachter vermutet hier eher eine Stützmauer. Eine weitere der Besonderheiten ist die direkt hinter der Verblendung liegende Oberflächen- entwässerungsleitung des über dem Bunker liegenden Platzes. Durch Frosteinwirkung sind Risse  in der Verblendung aufgetreten, die mittelfristig ausgebessert werden müssen. Die gesamte Anlage weist nur geringfügige baulichen Mängel auf. Der Putz muß an einigen Stellen im inneren der Anlage ausgebessert werden.

Die Nutzfläche beträgt 380 m2. Es bestehen derzeit keine Versorgungsanschlüsse.

Der Studienkreis Bochumer Bunker e.V. und einzelne Mitglieder der Interfest e.V. haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Bunker weitestgehend zu restaurieren und ein Museum bzw. Anschauungsobjekt zu schaffen. Darüber hinaus soll dieser Bunker auch als Mahnmal, die Schrecken und verheerenden Wirkungen, der in den Kriegen eingesetzten Waffen und Vernichtungsmittel, der Bevölkerung aufzuzeigen, wie auch die Versuche, sich temporär vor diesen Auswirkungen zu schützen. Aus diesem Grund soll zusätzlich hier auch aufgezeigt werden, welche Schutzfunktionen und Schutzmöglichkeiten im Katastrophenfall zu ergreifen sind, und welchem  Nutzen alte LS Anlagen heute noch dienen können.  Deswegen erhalten u.a. auch die freiwillige Feuerwehr  die Möglichkeit einer Darstellung.

 Bewährt hat sich der Bunker bereits als gelegentliches Übungsobjekt der freiwilligen Feuerwehr Linden. Deshalb wird sich hier nichts ändern. Entsprechende Ausgestaltung der Räume und Flure sind so vorgesehen, daß hier weiterhin Rettungsübungen und dergl. problemlos erfolgen können.

Es besteht weiterhin bei diesem Objekt die Möglichkeit, Heimatvereinen, die in einen Bezug zum Thema etwas aufzeigen wollen, eine Darstellungsmöglichkeit zu bieten.

Geplante Darstellungen in den Räumen, die sich kurzfristig in 1/2 Jahr aufbauen lassen:

Bauzustandsbeschreibung und Arbeitsaufwand:

Mit der Möglichkeit, den Bunker zu Begehen, erfolgte eine erste Bestandsaufnahme. Hierbei wurde festgestellt, daß sich eine größere Menge Müll und Abfallmaterialien hauptsächlich aus früheren Marktzeiten, darin befand. Es handelte sich hierbei um: alte Marktstände incl. Zeltbespannungen, Holzbretter für Marktstände, Regalteile und Tütenresten bzw. verschiedene Verpackungsmaterialien. Weiterhin Styroporkisten, Kunststoff–Blumenvasen bzw. Aufnahmen und teilweise verrotteter Blumenverpackungen, eine größere Menge Sperrholzkisten, darüber hinaus verrottete Blumen und Strauchgebinde, wie auch Metzgereiabfälle bis hin zum Schweinekopf mit beweglichem Inneren. Zusätzlich fielen noch eine nicht unerhebliche Menge Bauschutt an. Dieser bestand aus: zerstörten Türen,    Deckenputz, zerstörten Wandfliesen und allgemeinem Schutt. In den ersten Aktionen wurden ca. 15m3 Müll zur Deponie Kornharpen gebracht. Für den restlichen  Schutt und Müll stellte der USB einen 30m3.Container zur Verfügung, der auch bis zum Rand voll wurde. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die schnelle Hilfe beim Umweltservice Bochum (USB)

In beiden Maschinenräumen dringt Wasser durch abgerostete Rohre, die in der Außenwandung liegen, ein. Eine Untersuchung der Rohrverläufe kann erst erfolgen, wenn diese trocken sind ( Sommer). Mit 30%er Wahrscheinlichkeit sind diese Rohre auch mit der Oberflächenentwässerung verbunden. Die andere Möglichkeit wären ehemalige Luftleitungen zu der Außenwand hin, bzw. zu den vorhandenen Lufteinlässen (Schlitzen). In beiden Fällen muß die Abdichtung so erfolgen, daß keine Wasserstauung, innerhalb der, in der Wand verlegten Rohrleitung, möglich ist. Der Deckenputz ist in beiden Abortanlagen und den Waschräumen komplett zu entfernen und zu erneuern, weil der Putz in diesen Bereichen nicht mehr voll anhaftet bzw. stellenweise auch schon abgefallen ist. In den Räumen selbst, sind einige Unterzüge auszubessern. Die Reparatur sollte mit hoch zementhaltigem Verputz, unter Beachtung der damaligen LS Bauweise erfolgen. Darüber hinaus müssen insbesondere bei größeren Eckausbrüchen Armierungen eingebracht werden, die eine Aufputzdicke von 1,5 bis 2cm gewährleisten. In den Abortanlagen sind je eine Reihe Fliesen auszubessern. Die Restaurierung der 4 vorhandenen, kompletten Türen ist wegen Feuchtigkeitsverzug der Furniere eventuell nur bei 2 Türen möglich. Alle anderen Türen wurden eingetreten und sind unwiederbringlich zerstört. Die Treppe im linken Bereich muß stellenweise mit einem sehr harten Betongemisch trittfest  ausgebessert werden. Das rechte, originale Eingangstor muß überarbeitet und gängig gemacht werden. Sämtliche LS - Türen müssen entrostet, wieder leicht gängig gemacht und konserviert werden. Die gesamten Lüfteranlagen bedürfen besonderer Behandlung, da derzeit nicht ersichtlich ist, ob diese von innen durchrostet sind. Ggf. wird Rostumwandler hierbei eingebracht und aufgetragen. Ob es sinnvoll ist, die Lüfter in diesem Zuge anzustreichen, wird noch überdacht und hängt von dem tatsächlichen, noch zu eruierenden Oxydationsfortschritt ab. Die Überprüfung und Komplettreinigung der gesamten 20er Abwasserleitungen aus den Abortanlagen und den Sickerschächten, erfolgt erst nach erfolgreicher Eindämmung des derzeit eindringenden Wassers. Wir gehen davon aus, daß der bestehende 500er Kanal noch frei ist. Abblätternde Wandanstriche müssen großflächig entfernt werden, ebenso Kalkstellen an der Decke. Komplette Anstriche erfolgen zunächst im Treppenzugang, der zugehörigen Schleuse und dem vorderen Flur. Langfristig sollte die Anlage auch außen wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt werden. Mehrere Deckplatten des Verblendmauerwerks fehlen, wie auch Mauersteine aus Ruhrsandstein. Diese sind schon aus optischen Gründen zu ersetzen. Der Bitumen auf den Eingangsbauwerken ist teilweise durch Frost- und Hitzeeinwirkungen aufgerissen.  Zahlreiche Fugen der Verblendung sind bereits ausgebrochen und müssen wieder komplett verfugt werden. Um die Wasseraufnahme des Verblendmauerwerkes zu verringern könnte Tiefengrund oder ähnliches zum Einsatz kommen.  Licht bzw. Strom sind allererste Voraussetzung, dieses Projekt durchzuführen. Ein Wasseranschluß wäre in diesem Zuge äußerst hilfreich.  Nach vollzogenem Anschluß von Strom und der Elektrifizierung der Anlage, wird eine Zeit von 2 Monaten als  Eröffnungsmöglichkeit veranschlagt. Hierbei ist der Studienkreis allerdings, aus finanziellen Gründen, auf Hilfe angewiesen. Nach einer Eröffnung finden regelmäßig, fachkundige Führungen, zunächst an Sonntagen statt, weiterhin terminierte Gruppenführungen an anderen Tagen.

Die Dauer der gesamten anfallenden inneren Restaurations- und Einrichtungsarbeiten (es bestehen Schutzraumvorschriften) ist derzeit schwer zu schätzen, dürfte aber bei ungefähr 2 Jahren liegen. Geschätzter Gesamtaufwand ca. 8000 Arbeitsstunden in ehrenamtlicher Tätigkeit. Die Anlage in Linden soll neben den Besuchern des Bunkermuseums gleichzeitig als Anlaufpunkt und Informationsstelle für technisch Interessierte Touristen dienen. Hierbei erarbeiten wir eine Bunkertour durch Bochum die auch das Bergbaumuseum beinhaltet und zudem die Industriekulturroute usw. bereichern soll. Aus diesem Grunde fanden bereits Gespräche mit verschiedenen Institutionen statt.  In der angedachten “Luftschutztour” liegt der Tiefbunker ideal zwischen dem Ausgangspunkt Industriemuseum/ Feuerwehrmuseum Hattingen und dem bisherigen Ziel Zeche Hannover Bochum

Bilder aus dem Bunker

So sah er vorher aus

 

Nach Absprache finden Führungen für Schulklassen statt.  Dabei werden Bautechnik, Baugeschichte, Luftschutztechnik und die sozialen Gegebenheiten innerhalb eines Bunkers aufgezeigt. Diese Führungen ergänzen den Geschichtsunterricht und vermitteln an Hand praktischer Beispiele u.a. die katastrophalen Zuständen in Kriegszeiten unter denen die zivile Bevölkerung leiden muß.

Sponsoren gesucht!

Für das Vorhaben, diesen Tiefbunker als Museum herzurichten, benötigen wir finanzielle Hilfe

Besondere Aktionen und Führungen im Tiefbunker Linden

7/2008 Einbruch und Diebstahl verschiedener Ausstellungs - und Gebrauchsgegenstände, polizeiliche Ermittlung 2/2008 Obligatorische Laubrestebeseitigung  in den Eingängen und Fachführung 11/2007 Reinigungsaktion 8/07 Führung unter rein sozialen und historischen Aspekten, 7/07 Bautechnische Führung , 6/07 VHS Geschichtskurs, bautechnische u. sozialhistorische Führung 4/07 Ausstellungs - Regalplanung vor Ort, 3/07 Begehung mit  Zeitzeugin, 3/07 historische Fachführung, 2/07 bautechnische Fachführung, 12 /06 Fachführung , 12/06 obligatorisches Blätterfegen, 5/06 Zeitzeugen - Führung, 19/3/06 Fachliche Führung, 02/06 Reinigungsaktion, 11/9/2005 Tag des offenen Denkmal, seit 4/05 Ausstellungsstücke und Inventarbeschaffung (alte Sirene mit Steuergeräten, LS Türen, Feuerlöscher-fahrbar, Schwerlast-Ausstellungsregale) 1/2005  Beschaffung von Ausstellungsstücken (altes Handwerkszeug, Kurbellüfter, Lüftungstechnik) 12/2004 Führung - Bochumer Filmfestival, 10/2004 Zwischenreinigung 9/2004 Fachführungen - Einzelführungen kleine Gruppen, 8/2004 Führung -LWL, 7/2004 6/2004 Vorträge und Führung - Interfest e.V., 5/2004 Vorbereitung für größere Führungen 4/2003 Beginn der Rostbeseitigung und Bestandsaufnahme der Metallteile, 3/2003 Beseitigung dickerer Staubschichten auf den Rohren und Leitungen, 2/2003 Führung Schülergruppen, 1/2003 Eindämmung der Wassereintrittsstellen, 11/2002 10/2002 Sicherungsarbeiten Restaurationsbeginn der Holzteile, 9/2002 Vorträge u.Führung - Schülergruppen, 8/2002 erste Führungen - Feuerwehr und Denkmalamt, 6-7/2002 Sicherungsarbeiten Müllentsorgung und Reinigung

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Sonderführungen finden gelegentlich und nach Absprache auch im Dortmunder Sonnenbunker statt, der ebenfalls zum Museum hergerichtet wird. Da hier noch einige Arbeit von der Fachgruppe Dortmund getätigt werden muß, sind Besuche nur unter besonderen Bedingungen möglich.

TB Linden 3D-1

TB Linden 3D-2

TB Linden 3D-6

TB Linden 3D-7

 

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