Die Henrichshütte unterlag, ebenso wie andere Hüttenwerke, einem ständigen Wachstums - und Anpassungsprozess. Dies in besonderen Maßen in -  und vor den Kriegszeiten. Extreme Leistungssteigerungen erfolgten  in Zeiten, wo die Rüstungsfertigung vorrangig war, wo den Mitarbeitern höhere Belastungen abverlangt wurden und wo technische Entwicklungen sprunghaft anstiegen.

Deshalb wurden manche Bauten wieder abgerissen, durch neue ersetzt oder ständig erweitert.

Gerade die Kriegsvorbereitungen und laufenden Waffen - und Materiallieferungen des 1. und 2. Weltkrieges bestimmten große Teile der Werksentwicklung. Die Geschützrohrfabrik wurde beispielsweise schon vor Beginn des ersten Weltkrieges optimiert und auch während des Krieges den gestellten Leistungsanforderungen baulich und ausstattungsmäßig angepasst. Nachdem die Nazis an der Macht waren und die “Wehrwirtschaft” verkündet wurde, erfolgten schon weit im Vorfeld des zweiten Weltkrieges Produktionsanpassungen zum Zwecke der Rüstungsfertigung, die mit Kriegsbeginn zur Kriegswirtschaft wurde.

2014 liegt der Kriegsbeginn des 1. Weltkrieges 100 Jahre zurück. Fast 10 Millionen Soldaten und ca. 7 Millionen Zivilisten kamen in diesem Krieg ums Leben. Diese katastrophalen Verluste menschlichen Lebens sollte man immer vor Augen haben, wenn ein Thema  modernere Waffenproduktionen  beinhaltet. Gleichwohl sind unter Kriegsdruck entstandene Produktionsverbesserungen in Friedenszeiten relativ effektiv - so zumindest in einigen bekannten Firmen wie der Henrichshütte.

Eine Einsicht in die  bauliche Geschichte der Henrichshütte findet man in den nachfolgenden Links

Gebäude, Hallen und Betriebseinrichtungen bis 1918

Gebäude, Hallen und Betriebseinrichtungen bis 1945

Gebäude, Hallen und Betriebseinrichtungen in der Nachkriegszeit

Zwangsarbeiterlager und Situationspläne

 

 

1853 Graf Henrich zu Stolberg - Wernigerode gibt Hüttenmeister Roth Auftrag zur „Begründung einer Coaks- Hochofen Anlage in Westfalen" und Errichtung der neuen Industrieanlage.

Erwerb eines Teils des Hüttengrundstückes aus dem Bestand des Rittergutes Haus Bruch, Kauf des Restgutes am 31. Okt. 1854.


1854 Konzessionsgesuch zum Betrieb von acht Hochöfen beim Königlich Preußisch-Märkischen Bergamt in Bochum. Gleichzeitig Sicherung einer ausreichenden Kohlenbasis durch Zechenerwerb. Grundsteinlegung zu den Hochofenfundamenten.
Urkundliche Festlegung des Namens „Henrichshütte" zu Ehren des inzwischen verstorbenen Gründers Graf Henrich zu Stolberg - Wernigerode. Am 13. Okt.   erfolgt die  Erteilung der Konzession durch den zuständigen preußischen Minister.
 

1855 Anblasen des 1. Hochofens. Die Zahl der Beschäftigten betrug 1 Schichtmeister, 3 Steiger und 326 Arbeiter.
 

1857 Die Henrichshütte wird aus Kapitalmangel  für zwei Millionen Taler an David Hansemann verkauft. Er ist Inhaber der Discontogesellschaft  Berlin, die aufstrebende Industrie finanziert .
 

1870 Anschluß der Henrichshütte bei Herbede an die Ruhrtalbahn.


1871 Errichtung des Stahlwerks; Jahresproduktion 30800 Tonnen nach dem Bessemer Verfahren.


1872
Produktionsanlagen: 4 Hochöfen, 4 Rostöfen, Puddel- und Walzwerk mit 33 Puddel- und 17 Schweißöfen, ferner 11 Dampfhämmer, 8 Walzenstraßen für Schienen, Walz- und Handelseisen, eine Gießerei mit 3 Kupol - und 2 Flammöfen und eine Maschinenfabrik.
1553 Belegschaftsmitglieder
Gründung der Aktiengesellschaft „Union für Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie" in Dortmund mit einem Kapital von 15 Millionen Mark und Übernahme der Henrichshütte Hattingen- Welper, des Aktienverein Neuschottland in Horst mit der Haßlinghauser  Hütte, der Dortmunder Hütte, der Baroper Zeche .Glückauf-Tiefbau".


1876  Inbetriebnahme eines Blechwalzwerks.


I879
  sind zwei neue Hochöfen betriebsfertig, davon  einer in Reserve; insgesamt sind nun sechs Hochöfen in Betrieb

1882  Inbetriebnahme eines Trio-Blechwalzwerks.


1884  Fertigstellung einer neuen Koksbatterie mit 44 Öfen.


1889  Einrichtung zur Herstellung von Kesselblechen. Eine zweite Winkelstraße wird vollendet und eine neue Blechschmiede erbaut.


1894  Inbetriebnahme eines Röhrenwerks zur Herstellung geschweißter Rohre.


1899  Jahreserzeugung 7000 Tonnen Bleche aller Art und U- Eisen, 2500 Tonnen Winkeleisen, 7000 Tonnen stumpfgeschweißte Gasrohre, 5000 Tonnen überlappt geschweißte Rohre, 5000 Tonnen Eisenguß, 2000 Tonnen SM-Tumperstahl, 2500 Tonnen Schmiedestücke, Maschinen und Maschinenteile, 3600 Tonnen verzinkte Waren, Fässer mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 850000 Tonnen.
 

1904  Die Henrichshütte geht für 7,4 Millionen Mark in den Besitz
der Firma Henschel & Sohn, Kassel über. Henschel & Sohn stellte u. a. Lokomotiven her (Beispiel Link)       Die Henrichshütte heißt nun : Henschel & Sohn „ Abteilung Henrichshütte" und hat 1300 Belegschaftsmitglieder, Verlängerung und Verstärkung der Stahlwerkshallen (Fa. Union)
 

1905  Inbetriebnahme des SM-Stahlwerks, mithin der am 21.7.1904 zum Bau genehmigten Stahlgießerei


1906  Ausbau des Walzwerks. Anlaufen des neuen Preß- und Hammerwerks (2 Pressen und 10 Dampfhämmer mit Nebenanlager, wie Wärmeöfen. Dampfkessel und Krane;
Die mechanische Werkstatt kann schwerste Guß- und Schmiedestücke einschließlich Lok-Radsätze bearbeiten. 1910  3500 Belegschaftsmitglieder.

1909 Verlängerung der Stahlwerkshalle (Fa. Union)

1911 Verstärkung der Stahlwerkshallen (Fa. Köln-Bayenthal)
 

1914 Erster Weltkrieg einhergehend mit verstärkter Rüstungsproduktion

1919 Allgemeine Einführung der achtstündigen Arbeitszeit.
 

1919-20     Auf Befehl der  Kontroll- Kommission müssen zahlreiche Spezialmaschinen vernichtet werden.
 

1920 Tiefster Stand der Stahlerzeugung. Bau des Kohlenbunkers Kesselhaus

1921 Verlängerung der Stahlwerkshalle (Fa. Klönne)

1923 Alliierte Besatzung in Hattingen, passiver Widerstand im Ruhrgebiet vom 15. März      bis 1. Dez. 1923 liegt die Hütte still

1925  Die Franzosen räumen Hattingen. Die Arbeit in der Hütte wird wieder aufgenommen. Die Henrichshütte hat zu dieser Zeit 3 Hochöfen, 1 Schlackensteinfabrik, 2 Stahlwerke mit 10 Martinöfen, 1 Eisen - und 1 Stahlgießerei, 1 Blechschmiede, 3 Vergütungsanlagen, 1 Kokerei mit 2 x 50 Koksöfen, 1 Gaszentrale, 1 Materialprüfungsanstalt 1 Walzwerk mit 4 Walzenstraßen und 1 Zentralkesselhaus,  6000 Mitarbeiter (einschließlich der Beamten)

1926 Gründung der Lehrwerkstatt.

1928  Beginn einer mehrjährigen wirtschaftlichen Rezession. Die Rohstahlerzeugung nimmt um ein Drittel ab. Streik infolge Wiedereinführung der zehnstündigen Arbeitszeit. Henschel muß sich von der Henrichshütte trennen, trotz daß er von 1904 bis 1924 71,5 Millionen Mark in die Hütte investiert hatte -  Weltwirtschaftskrise. Verlängerung der Stahlwerkshalle (Fa. August Klönne, Dortmund)

1929 Beginn der Umgestaltung der Mischerei - Lageplan ( Gleisplan) 1929


1930 Gründung der Ruhrstahl AG, Witten, als Organgesellschaft der Vereinigte Stahlwerke AG mit den Werken Henrichshütte, Gußstahlwerk Witten, Gelsenkirchener Gußstahlwerk, Stahlwerk Krieger, Annener Gußstahlwerk und Preßwerke Brackwede.
 

1933 1492 Belegschaftsmitglieder, niedrigster Stand seit 1905.  Auflösung der Gewerkschaften und  Gründung der DAF (Deutsche Arbeitsfront)


1934  Wiederansteigen der Produktion. Neubau der Werkstätten 4, 5 und 6 sowie der Stahlgießerei 2 -  Die DAF wird der NSDAP zugeordnet, worauf die Betriebsordnung der Ruhrstahl AG (im Link die Betriebsordnung der Henrichshütte) entsprechend umgestaltet wird. Zudem werden berufliche Bildungsmaßnahmen organisatorisch umstrukturiert und überprüft.
 

1936  Bau der 3000- t- Presse. Der Vierjahresplan tritt in Kraft. Von da an dienen alle betrieblichen Erweiterungen nur noch der Wehr/ Kriegswirtschaft - Herstellung von Waffen , somit dem  militärischen Bedarf.  Kurzfristig wurde in diesem Zuge die Erweiterung der Stahlgießerei beantragt.

1937 Die Rüstungsfertigung führt zu Produktionserweiterungen - Neubau und Erweiterungen der Fertigungshallen und Anschaffung neuer Maschinen und Transporteinrichtungen (hier Hofkranbahn - Strafverfügung).  Die ministerielle Genehmigung zum Bau der neuen Stahlformgießerei liegt vor, nachdem das Reichskriegsministerium bereits das  Baueisen zur Verfügung gestellt hatte.

1938  Erweiterung der Werkstatt VI - Panzerbau. In der Werkstatt 6 und Vergütung 5-6 findet fast ausschließlich der Pantherbau statt.  Zeitgleich wurde die Stahlgießerei 2 gebaut.  Dabei auch Herstellung von Luftschutzbereichen in den größeren Versorgungskanälen. Der Bauarbeiterbedarf zum Bau neuer Hallen und  Luftschutzräume stieg und konnte nach Anmeldung der Bauvorhaben gedeckt werden

1938 Fertigstellung der Vergütung V für den Pantherbau (hier Akten  pdf-Datei).

1938 Fertigstellung der Münchner Halle. Diese wurde in der Henrichshütte wegen ihrer Herkunft so benannt - in München abgebaut in der Hütte wieder aufgebaut. Die 4-schiffige Halle wurde aufgebaut für folgende Einrichtungen: Lehrwerkstatt, Hauptmagazin, Reserveteillager und Bearbeitungswerkstatt für Heeresteile. Selbstverständlich gab es auch  Luftschutzräume für die Beschäftigten - Luftschutzkeller 2

Die Stahlformgießerei 2 wird im gleichen Jahr noch einmal erweitert.

Es werden neben dem Panther auch Geschütze, Granaten und Bomben gefertigt.

1939 Fertigstellung der Erweiterung der Eisengießerei und Abnahme eines Lokschuppens. Zudem werden in diesem Jahr die meisten Baugenehmigungen zum Bau von Luftschutzkellern beantragt, so beispielsweise für die Stahlformgießerei 2 unter den Aufenthalts-und Waschräumen


1939  6868 Belegschaftsmitglieder. Noch rechnet keiner wirklich mit massiven Bombardierungen. Der Luftschutz besteht aus Sichtschutzmaßnahmen, Luftschutzkellern und Luftschutzübungen. Dazu wurde die Luftschutzbefehlsstelle erweitert.

1939 Kriegswichtige Büroerweiterungen für das Stahlwerk und die mechanischen Bearbeitungswerkstätten für die OKW-Aufträge.

1940 wurde die Grundwasserhaltung (Grundwasserabsenkung - und Abführung) erheblich verbessert. Ausschlaggebend war eine Feststellung von 1939, die Herrn Vögler zur Kenntnis gebracht wurde.

1941 erfolgte die Gebrauchsabnahme des bereits ab 1938 geplanten Eisenbahnbetriebsgebäudes. Dieses war u.a. wegen der hinzugekommenen Heeresbetriebe notwendig geworden. Zudem wurde im Keller ein Luftschutzraum für 400 Personen gebaut. Der Bau der  bombensicheren Luftschutzbunker I, II und III  beginnt.

1942 wird das Dampfkraftwerk erweitert. Hier weitere Eindrücke. Die Lokradsatz-Werkstatt wird verlängert.

1943  Erweiterung der Stahlwerkshallen, Bau eines Modellagers. Errichtung des Umspannwerkes 1, sowie Verlängerung einer verstärkten Hofkranbahn. Diese Bauten waren wegen der Panzerproduktion dringend notwendig geworden, um die Wehrmachtsforderungen zu erfüllen

1943 Bau der Waschkaue (Bauschein v. 1942)


1943  Bau der  6000-t- Presse , mehrere Luftangriffe


1944  9000 Belegschaftsmitglieder. Zunehmende Primär und Sekundärbombardierungen der Hütte. Bombenschäden zwischen den Vergütungshallen und dem Kraftwerk. Der Ausbau wurde ungebrochen fortgeführt. Die Bearbeitungswerkstätten 1 und 2 erhielten zahlreiche neue Maschinen und Geräte

1945 Die Besetzung von Hattingen und der Henrichshütte durch amerikanische Truppen erfolgte im April. Wochenlang fanden im Werk Untersuchungen statt, Akten und Zeichnungen mit Wehrmachtskennzeichnungen wurden sofort beschlagnahmt


1945  Erste Betriebsgenehmigung „Zum Zwecke der Instandsetzung von Lokomotiven und Eisenbahnausrüstungen sowie zur Lieferung von Fertigwaren aus vorhandenen Beständen''.
Wiedereröffnung der Hütte „Zum Zwecke der Reparatur von Lokomotiven und Eisenbahnausrüstungen und der Herstellung und Lieferung von Eisenbahnmaterial. Radsätzen, Reifen, Gußstücken, Böden etc. und geschmiedeten, gekümpelten und gegossenen Teilen für Bergbau und allgemeinen Maschinenbau".
Die Militärregierung verlangt die Stillegung der gesamten Hütte zum 01. Nov. 1945.
Nach Verhandlungen gibt es eine beschränkte Betriebsgenehmigung - die Erzeugung von Stahlgußstücken wird erlaubt, allerdings Mitte Dezember wieder verboten.


1946 In diesem Jahr gelingt es bereits, 3000 Belegschaftsmitgliedern wieder Beschäftigung zu geben.
 

1949  Von den Alliierten beschlossenen Demontagen werden angefangen

1950   5874 Belegschaftsmitglieder. Entflechtung der Ruhrstahl AG:
Gußstahlwerk Witten, Gelsenkirchener Gußstahlwerke und Stahlwerk Krieger werden auf Anordnung der Militärbehörden ausgegliedert. Die Vereinigte Stahlwerke AG, Düsseldorf, tritt in Liquidation

1951 Neugründung der Ruhrstahl AG mit den Werken Henrichshütte, Annener Gußstahlwerk und Preßwerke Brackwede.

1954     Ausbau des Preß- und Hammerwerks und Modernisierung der Bearbeitungswerkstätten. Der Luftschutzbunker 1 wird umgebaut zur Vergütereianlage 2. Hier Plan mit Öl-Rückkühlanlage Seitenansicht -  mit Draufsicht


1954 100 jähriges Bestehen der Henrichshütte.


1956  Nach Erwerb von 96 % des Aktienkapitals wird Ruhrstahl AG Tochtergesellschaft der Rheinischen Stahlwerke. Inbetriebnahme des Ofens 8 im Stahlwerk und eines 4,2-m- Grobblechwalzwerks.


1958 100-t-Elektroofen in Betrieb. Erzeugung von Vakuumstahl nach dem Ruhrstahl-Heraeus-
Umlauf- Entgasungsverfahren.  Der bau der neuen Verwaltung beginnt und der Luftschutzstollen “Brucherstraße” wird zum Schießstand umgebaut . Stand 9700 Belegschaftsmitglieder.


1959 Stillegung der Kokerei. Ende der Verlegung der Ruhr in eine um 630 m kürzere Flußgerade: 480000 qm neues Werksgelände. Ein Teil des Luftschutzstollens Brucherstr. wird abgeworfen. Für den ehemaligen Luftschutzstollen Brucherstraße, der zum Schießstand umgebaut wurde, liegt die Betriebsgenehmigung vor. Hier Stollenplan.
 

1959    Ausbau der Weiterverarbeitung.


1961 Roheisenkapazität 63800 Tonnen pro Monat. Errichtung einer neuen Versuchsanstalt.
Fertigstellung der Band- Sinteranlage. Kapazität 40000 t/M, 1966 70000 t/M und einer Erzbrech- und Klassieranlage und Erzlager in Betrieb (335000 Tonnen Erz-Lagermöglichkeit).
 

1962  Fertigstellung einer neuen Werksverwaltung mit Belegschaftstrakt.


1963  Gründung der Rheinstahl Hüttenwerke AG mit den Werken Ruhrstahl Henrichshütte, Hattingen-Ruhr, Schalker Verein, Gelsenkirchen, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Mülheim und Meiderich, Ruhrstahl Annen, Witten-Annen, Ruhrstahl Preßwerke Brackwede, Brackwede und Tochtergesellschaften Gußstahlwerk Oberkassel AG, Düsseldorf, Ruhrstahl Apparatebau GmbH, Hattingen-Ruhr, Ruhrpumpen GmbH, Witten-Annen, Hille-Werkzeugmaschinen GmbH, Witten-Annen.


1965  Inbetriebnahme des neuen Kümpel- und Preßwerks.


1967  Neues 2,8-m-Quarto-Grob- und Mittelblech-Walzwerk. Neue Stranggießanlage mit zwei Brammen-Stranggießmaschinen (Kreisbogenprinzip).


1968 Neuzustellung des Hochofens 3 - Stillsetzung des Hochofens 2,  Inbetriebnahme der ESU- Anlage für Schmiedeblöcke bis 10 Tonnen Gewicht und maximal 1000 mm Durchmesser.


1970 Inkrafttreten einer neuen markt- und produktorientierten Unternehmensstruktur bei Rheinstahl. Rheinstahl Hüttenwerke AG, 100%ige Tochter der Rheinstahl AG, bleibt rechtlich selbständig. Inbetriebnahme des neuen LD-Stahlwerks mit 150- Tonnen- Konverter.


1971  Neuzustellung des Hochofens 2.
Fertigstellung des neuen Ringwalzwerks für Ringe bis 6 m Durchmesser.

1972  Ausbau der Edelstahl- Blechfertigung.  7914 Belegschaftsmitglieder.


1973  LD-Stahlwerk wird um ein Wechselgefäß ergänzt. 8513 Belegschaftsmitglieder.


1974 Verpachtung der Werksanlagen der Rheinstahl Hüttenwerke GmbH Hattingen im Rahmen der Kooperation zwischen Rheinstahl und Thyssen an die August Thyssen-Hütte AG.
Inbetriebnahme der neuen ESU- Anlage für Schmiedeblöcke bis maximal 60 Tonnen Gewicht.
Mit neuen Lochkartenmaschinen  von IBM (Hollerith), werden gleichzeitig Bestandspläne mikroverfilmt und dienen in den Lochkarten als Archiv.

1976 Neue Vakuumanlage mit einer Kapazität von 70000 t/M. Inbetriebnahme des neuen umweltfreundlichen Elektrostahlwerks mit 2 Elektroofen, 40 Tonnen bzw 150 Tonnen Fassungsvermögen. 8440 Belegschaftsmitglieder
 

1978  Umbau der großen Schmiedepresse Erhöhung der Preßkraft von 60 MN auf 80 MN.
Bau des neuen Schweißbetriebes neben dem Kümpelwerk.


1980  Abguß des ersten 350-t- Rohblocks, Bau der Stahlentschwefelungsanlage nach dem TN-Verfahren.


1982 Übernahme der Betriebsführung des Gußstahlwerks Gelsenkirchen.


1983  Inbetriebnahme der VAD-Anlage zur Herstellung kleiner Chargengewichte.


1984 Stillegung der 2,8 m Quarto- Grob- und - Mittelblechstraße sowie der Sinteranlage zur Straffung des Programms im Thyssen-Verbund. Investitionen zur Modernisierung und Neuanschaffung von CNC- gesteuerten Bearbeitungsmaschinen, Erneuerung von Schmiedeöfen, Wärmebehandlungsöfen, 350-t- Kran, Kranverstärkungen bis 600-t- Tragkraft.
Abguß des ersten 435-t- Blocks. Schmiedung einer 200 t schweren Generatorwelle.
 

1985  sind nur noch 5563 Belegschaftsmitglieder beschäftigt.   .
 

1993 Im Stahlwerk erfolgt der letzte Abstich

1994 Sprengung des großen Gasbehälters.





 

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