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Die Befahrung oder Begehung von Luftschutzanlagen aller Art ist nicht jedermanns Sache. Vielfach benötigt man besondere Erfahrung und Wissen aus verschiedenen Bereichen. Damit sie sich dennoch einen kleinen Einblick  verschaffen können, ohne sich potentiellen Gefahren auszusetzen,  können sie sich hier  angetroffene Situationen anschauen. Einige schönen Ansichten erhalten sie u.a. durch den WDR Beitrag in der Mediathek. Darüber hinaus durch Auszüge aus den nachfolgenden  SBB - Begehungsdokumentationen

01) Luftschutzstollen für die Belegschaftsangehörigen. Hier kommt Werkluftschutz mit zivilem Luftschutz zusammen, was bedeutet, daß man bei der Befahrung  unterschiedliche Zustände antreffen kann

 

02) Stollen und Versorgungskanäle, die der Logistik dienten, sind des öfteren im industriellen Bereich anzutreffen. Nach dem Krieg bestand des öfteren kein Bedarf mehr für diese Anlagen, da das Schutzbedürfnis vor Kriegseinwirkungen / Beschädigungen  nicht mehr bestand. Relikte aus dieser Zeit sind allerdings weniger häufig anzutreffen.

 

03) Manche Versorgungsstollen werden noch benötigt. Hierin werden meistens die Leitungen der Energieversorgung geführt und können im Schadensfall einfach repariert werden , bzw. erneuert werden.

 

04) Nach dem Krieg standen viele der Luftschutzanlagen neuzeitlicher Bebauung im Weg und mußten abgerissen, bzw, beseitigt werden. In anderen Fällen nutzte man teilweise diese Bauten. Im vorliegenden Fall wurden 3 Wände und eine Tiefetage eines Tiefbunkers belassen und im Rahmen   eines Neubau integriert

 

05) Gerade im Krieg mußte die industrieelle Fertigung manchmal seltsame Wege beschreiten um die Produktion aufrecht zu erhalten. Im vorliegenden Fall wurden in einer Halle die vorhandenen Keller erweitert und luftschutztechnisch umgestaltet, so daß hier eine  feinmechanische Dreherei untergebracht werden konnte. In der Nachkriegszeit wurde diese Anlage noch als Lager genutzt

 

06) Die Begehung von Hoch - und Tiefbunkern kann in vielfältiger Weise sehr aufschlußreich sein.   Spuren aus der Sozial - und Verwaltungsgeschichte findet man gelegentlich in diesen Anlagen wie auch bautechnische Besonderheiten und technische Geschichte. Besonders noch vorhandene Wandaufschriften dienen als praktischer Beweis und ergänzen  Akten und Zeitzeugenberichte

 

07) Eine besondere Konstruktion findet man mit dem Einsatz von Stahllamellenprofilen. Mit dem Einsatz von Stahllamellen hatte man eine Möglichkeit geschaffen, die Nachteile eines starren Ausbau zu Vermindern. Zudem war der Einbau weniger aufwendig und somit konnten durch den Einsatz von Stahllamellen schneller Schutzplätze geschaffen werden

 

08) In extrem kriegswichtigen Luftschutzorten ersten Ranges baute sich die Organisation Todt besondere Zentralen auf, von denen aus es möglich war, Material und Personaleinsätze zu steuern, anzufordern oder zum Einsatz zu bringen. Drahtfunk und Telefon waren hier Standard, ebenso wie Abteilungen, die mit den Hollerithmaschinen arbeiteten.

 

09) Nach den Erkenntnissen des SBB befanden sich zwei Deckungsgräben im Bereich des Zwangsarbeiterlagers der Lothringen AG in Gerthe. Die Auswertung der Unterlagen wurde dadurch bestätigt, weil die Anlagen im Rahmen der Sanierung angetroffen wurden. Hier der erste Deckungsgraben

 

10) Wenige Tage nachdem der erste Deckungsgraben freigelegt war, zeigte sich, daß auch der   zweite Deckungsgraben tatsächlich gebaut worden war, und in der Lage und Form den Auswertungsergebnissen nach Aktenlage soweit entsprach. In der Praxis konnten Aufgrund der Eröffnung interessante, bautechnische  Abweichungen von üblichen Anlagen festgestellt werden

 

11) Die Erforschung der Luftschutzanlagen kann in manchen Fällen nur unter erschwerten Bedingungen erfolgen, besonders dann, wenn Anlagen abgesoffen sind, bzw. unter Wasser stehen. Deshalb kommen hier speziell ausgebildete und erfahrene Taucher zum Einsatz, die sich auch in industriellen Bereichen auskennen. Für die  Taucher vor Ort erfolgte eine rückwärtige  Absicherung . . 

 

12) Ein Werkluftschutzstollen der, angefangen von der Belegschaft, bis hin zur Werkluftschutzleitung genutzt wurde und im Zusammenhang mit einer Befehlsstelle steht.

 

13)  In einem Tiefbunker wurden die Abwasserleitungen vom Abwassernetz getrennt, so daß die gezeigte Anlage i.d.R. einen ca. 1,50m bis 2 m Wasserstand aufweist. Im Rahmen der Dokumentation mußte der Bunker zunächst erst einmal leergepumpt werden

 

14)  Wie es aussieht, wenn Luftschutz und Bergbau zusammenfallen, also wenn bergbauliche Anlagen zu Luftschutzzwecken verwendet wurden oder wenn unterirdische Luftschutzbauten von den Fachleuten des Bergbaus geschaffen wurden (mit bergbaulichen Kenntnissen)

 

15) Der Bunker Erich in Erndtebrück (Siegen)

 

16) Ein Deckungsgraben sollte komplett zerstört werden. Hierzu wurde Sprengstoff in dem Deckungsgraben zur Explosion gebracht. Weil aber Wand und Decke ausreichend armiert und auch mit 2 m Wandstärke besonders stabil waren, drückte die Explosionskraft nach unten. Deswegen entstand nur ein großes Loch im Boden der Luftschutzanlage und einige, eher minimale Risse in der Decke

 

17) Überprüfung eines u-förmig angelegten Felsstollens. Verbruch ist eingetreten, der Ausbau zusammengefallen

 

18) Ein alter Keller am Rande der Stadt und ein Zugang zu einem speziellen Stollen. Man kommt von hier aus nur wegen einer Verschüttung des 2. Zuganges nur 100 m weit. Nach der Freilegung des ehemaligen 8 m tiefen Treppenhauses war der nächste Teil begehbar

 

19) Lange Gänge, Wasserstände und Wassereinbrüche. Versorgungskanäle und Stollen in industriellen Anlagen. Deren Untersuchung erfordert gelegentlich, bei getrübtem Wasser, einfache Maßnahmen zur Feststellung von Revisionsschächten unter der Wasseroberfläche, wenn der Grund nicht einsehbar ist. Übersieht man nicht abgedeckte Schächte, kann man ein unfreiwilliges Bad nehmen

 

20) Ein angetroffener, ehemals bergbaulicher Stollen, im Krieg als Verbindungsstollen genutzt, kam während Bauarbeiten nach vielen Jahren wieder ans Licht. Befahren wurde dieser nicht, weil  schon per Kamera festgestellt werden konnte, daß in der Tiefe sowohl Bewegung durch vermutlich verflüssigten Lehm, als auch Gasbildung anstand.

 

21) Eine der großen Bochumer Zechen hatte einen eigenen Imprägnierbetrieb auf der Liegenschaft seiner Schachtanlage. Im Krieg wurden auch dort Luftschutzstollen und Keller geschaffen. Einer dieser Luftschutzkeller besaß einen direkten Zugang zu dem Lüfterbauwerk des Schachtes. Von der Bewetterungsanlage sind lediglich die Wettertüren übrig geblieben. Alles andere wurde ausgebaut. Hier zu sehen: Teil 1 der Begehung

 

22) Hier mal ein Beispiel, wie standfeste Felsstollen aussehen können. Sie sehen die Befahrung aus der Sicht des zweiten Mannes, der zu diesem zweck eine Helmkamera im Einsatz hat

 

23) Luftschutzstollen können auch ganz schön “langweilig” sein, vor allem wenn sie länger sind

 

24) Impressionen aus einem größeren Tiefbunker. Anhand einiger Details ist erkennbar, daß  zwar angefangen wurde, diesen im Rahmen des Kalten Krieges umzugestalten, diese Arbeiten aber nicht zu Ende geführt wurden.

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